Zuletzt geändert am 29. Juni 2022
Wenn wir unterrichten, sind wir keine Schauspieler, die ein Theaterstück aufführen. Wir müssen einen seriösen Tonfall wahren und gleichzeitig versuchen, die Konzepte ansprechend zu vermitteln. Dies kann sich in unserer Betonung, unserer Körperhaltung und den gewählten Lehrmethoden ausdrücken. In bestimmten Situationen des Geschichtsunterrichts finde ich es jedoch sehr interessant, Elemente aus Theater und Komödie einzubringen.
Zu wissen, wann man aus der Lehrerrolle heraustreten sollte
Meine jahrelange Erfahrung in diesem Hobby war dabei sicherlich hilfreich. Allerdings fällt es nicht jedem leicht, vor Kindern loszulassen. Wenn die Lernziele im Vordergrund stehen, die mit dem vermittelten Wissen zusammenhängen, und der Wunsch besteht, den Schülern beim Einprägen zu helfen, dann ist diese Inszenierung ein wertvolles Mittel, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Die Rolle einer historischen Figur übernehmen
Manchmal kann schon ein einziges Accessoire den entscheidenden Unterschied machen. Als ich also Ludwig XIV. darstellte, trat ich als Anna von Österreich auf, mit Tiara und pompösem Akzent. Die Schüler tauchen sofort in die Geschichte ein, und die Darstellung historischer Persönlichkeiten, die von ihren Erlebnissen berichten, prägt sich besser ein. Um die Schlacht von Alesia nachzustellen, können wir einen gallischen Helm und eine Axt mitbringen. Für die Darstellung des Mittelalters können wir uns in mittelalterliche Kleidung kleiden oder ein Ritterschwert verwenden…
Theater ist ein echter Gewinn, um die Aufmerksamkeit der Schüler zu fesseln.
Dieses Thema, das viele aufgrund der schieren Informationsmenge – Daten, Zahlen, Ereignisse – abschrecken kann, wird hier fesselnd. Die Schüler erleben eine kleine Aufführung, in der sie aktiv mitwirken, indem sie historische Szenen selbst nachspielen und mit der vom Lehrer dargestellten Figur interagieren. Es kommt sogar häufig vor, dass sie mich in solchen Situationen förmlich ansprechen. Kinder besitzen die erstaunliche Fähigkeit, in eine zeitlose Welt einzutauchen, die Realität um sich herum auszublenden und die Absurdität des Ganzen zu ignorieren.
Die Vielfalt der Lehrmethoden ist ein Gewinn
Als Lehrer sehe ich darin eine wertvolle Ressource, die wir nutzen müssen, um unsere Lehrmethoden zu diversifizieren. Lasst uns außerdem vorgefasste Meinungen beiseitelegen und die Freude am Wissensaustausch in einem theatralischen Stil entdecken. Geschichte wird dann zu einem mit Spannung erwarteten Erlebnis für die Schüler, die gespannt darauf warten, den «kontrollierten Wahnsinn» ihres Lehrers zu erleben.
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