Zuletzt geändert am 29. Juni 2022
Seit vielen Jahren wissen wir, wann unsere Schüler am produktivsten sind. Genauso gut kennen wir die Zeiten, in denen ihre Aufmerksamkeitsspanne am geringsten ist. Gerade in solchen Phasen empfehle ich Ruhephasen.
Was versteht man unter ruhigem Wetter?
Wir sagen unseren Kindern normalerweise, wenn sie älter sind: «Okay, du machst jetzt keinen Mittagsschlaf, aber zieh dich erstmal in dein Zimmer zurück und ruh dich aus!» Dahinter verbirgt sich ein Moment der Entspannung, verbunden mit Lesen, Zeichnen, ruhigem Spielen, Langeweile vertreiben… Das Kind ist allein, und diese Zeit erscheint mir wichtig, damit es lernt, ohne äußere Ablenkungen zur Ruhe zu kommen.
Ruhezeit in der Grundschule
In der Schule ist der Ablauf ähnlich, nur dass die gesamte Gruppe im Klassenzimmer bleibt. Es geht um die 20- bis 30-minütige Pause nach dem Mittagessen. Ich teile meine Klasse in drei Gruppen ein, die jeweils an drei Wochentagen (Montag, Dienstag und Freitag) eine andere Ruhezeit nutzen können. Donnerstags ist das nicht möglich, da meine Schüler Sportunterricht haben und dafür einen kurzen Weg zur Turnhalle zurücklegen müssen.
Welche Aktivitäten können während der Ruhezeit angeboten werden?
Die drei Hauptaktivitäten während der Ruhezeit sind: obligatorisches Lesen, Zeichnen/Computerarbeit und Logikspiele.
Ein bisschen Lektüre
Es ist sehr vorteilhaft, jede Woche eine feste Lesezeit einzuplanen. So können die Schüler die Bücher in der Bibliothek entdecken und/oder zu Hause ein Buch weiterlesen. Das ist eine Übung im stillen Lesen, die dazu beiträgt, Lesegewohnheiten zu entwickeln und echte Freude am Lesen zu finden. Meine Schüler benutzen geräuschdämpfende Kopfhörer, um sich in ihre eigene Welt zurückzuziehen und ganz in die Geschichte einzutauchen.
Digitale Technologien sinnvoll nutzen
Eine Gruppe von Schülern kann sich auch abwechselnd an den Computern im Klassenzimmer bedienen. Ich besitze eine kleine Sammlung von «Mobiclic»-CD-ROMs, die trotz ihres Alters immer noch relevant sind. Ihr Vorteil liegt in der Vielfalt der angebotenen Computeraktivitäten: Tests, Erkundung der Welt durch Berichte, Schüler können sogar eigene Computerspiele erstellen … und das alles ohne Internetverbindung.
Lass deiner Fantasie freien Lauf.
Die anderen Schüler können in dieser Zeit ihre Aktivitäten beenden, wenn sie möchten, oder Geschichten, Zeichnungen, Mandala-Malvorlagen usw. erstellen. Es gibt bei einigen unserer Schüler ein echtes Bedürfnis, ihrer Fantasie beim Zeichnen oder Schreiben freien Lauf zu lassen, und das ist nicht nur auf Kindergartenklassen beschränkt.
Logikspiele zum selbstständigen Üben
Der letzte Workshop widmet sich schließlich Logikspielen. «Smart Games» eignen sich hervorragend für diese Aktivität. Die Schüler arbeiten selbstständig mit stufenweise steigendem Schwierigkeitsgrad. Dank des Lösungsschlüssels am Ende des Heftes können sie alle Aufgaben eigenständig lösen. Dies fördert ihr logisches Denkvermögen, ihre Argumentationsfähigkeit und weitere wichtige Kompetenzen wie Ausdauer und Belastbarkeit im Umgang mit Herausforderungen oder Fehlern.
Meine weiteren Ideen zur Schaffung von Ruhephasen im Klassenzimmer
Es ist hilfreich, eine Tabelle mit den verschiedenen Aktivitäten zu erstellen und die Beschriftungen auf den Bildschirmen der Schüler entsprechend ihren Vorlieben anzubringen. So kann jeder die angebotenen Spiele ausprobieren. Falls nicht genügend Logikspiele vorhanden sind, können Puzzles diese Aktivität ergänzen.
Besonders am Ende der Stunde nutzen meine Schüler diese Zeit auch, um sich auszuruhen, den Kopf in den Armen, an ihren Tischen. Manche langweilen sich, manche schlafen ein.
Eine günstige Zeit für kontinuierliches Lernen.
Die Zeit, die zum Verdauen benötigt wird, eignet sich hervorragend für eine entspanntere Phase. Sie ist im Unterricht sehr beliebt, und die Schüler verstehen ihren Ablauf schnell. Wir stellen oft fest, dass diese Pausen ohne zeitliche Begrenzung (die Kinder können in der folgenden Woche wieder ihren Aktivitäten nachgehen) ihnen ermöglichen, den Rest des Tages mit mehr Elan zu arbeiten.
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