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Erwachen & Lernen

Ist es in Ordnung, Kinder mit ihrem Essen spielen zu lassen?

Zuletzt geändert am 4. Mai 2022

Als Kind haben deine Eltern dir wahrscheinlich unzählige Male gesagt, du sollst nicht mit dem Essen spielen. Heute gilt es jedoch als beste Möglichkeit für Kinder, verschiedene Lebensmittel kennenzulernen und schon früh gesunde Essgewohnheiten zu entwickeln. Verschiedene Lebensmittel haben schließlich unterschiedliche Texturen, die Kinder dazu anregen, sie anzufassen, zu probieren und so weiter.

Diese neue Folge der Reihe „Sag mir“ hilft Ihnen, die Bedeutung der sensorischen Entdeckung von Lebensmitteln für das Erlernen von Autonomie und die Entwicklung des Geschmackssinns zu verstehen.

Sag mal… Ist es in Ordnung, Kinder mit ihrem Essen spielen zu lassen?

Neue Lebensmittel zu entdecken und sie lieben zu lernen, erfordert Geschmack, aber auch Sehen und Tasten.
Als Nicolas Wassermelonenwürfel angeboten bekommt, betrachtet er sie, nimmt sie mit den Fingerspitzen in die Hand, stapelt sie vergnügt und hebt sie wie eine Rakete hoch. Durch diese Berührungen lernt er nicht nur die Wassermelone kennen, sondern übt auch seinen Griff, seine Bewegungen und seine Koordination. Indem er die Wassermelone zwischen den Fingern drückt, entdeckt Nicolas ihre Konsistenz und bemerkt, dass sie voller Saft ist. Als er das Stück Wassermelone zum Mund führt, kostet er genüsslich den Saft, ohne hineinzubeißen.
Kleine Kinder lieben es, ihr Essen zu erkunden und versuchen nach und nach, sich selbst mit den Fingern und dann mit einem Löffel zu ernähren. Indem Erwachsene ihnen erlauben, ihr Essen ohne zu viele Einschränkungen anzufassen, zu berühren und zu kauen, geben sie ihnen die Möglichkeit, es aus verschiedenen Perspektiven zu entdecken. Für Nicolas sind Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten daher Momente des Entdeckens und Lernens, genau wie beim Spielen mit seinen Freunden.

Wie kann man das Kind unterstützen?

  • Lassen Sie das Kind das Essen auf seinem Teller erkunden. Der Genuss beim Essen spricht schließlich alle fünf Sinne an, daher ist der Tastsinn genauso wichtig wie Sehen, Riechen oder Schmecken.
  • Darüber hinaus fördert das Aufnehmen von Lebensmitteln mit den Händen die Feinmotorik (insbesondere den Pinzettengriff).
  • Stellen Sie eine Tischschürze bereit, damit das Kind die Speisen erkunden kann, ohne Gefahr zu laufen, Flecken zu bekommen oder sich schmutzig zu machen.
  • Richten Sie Essensworkshops ein, in denen das Kind die Lebensmittel und insbesondere die ihm unbekannten Speisen berühren, handhaben und kauen kann.

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