Zuletzt geändert am 11. Juli 2025
Im kollektiven Unbewussten werden Kindertagesstätten primär mit der Betreuung von Kleinkindern in Verbindung gebracht. Ihr Auftrag ist jedoch viel umfassender: die Förderung sozialer Interaktion, die Bereitstellung pädagogischer Unterstützung und die Schaffung optimaler Bedingungen für die psychomotorische Entwicklung. Gerade in diesem Zusammenhang gewinnt die Integration von motorischen Förderkursen in Kindertagesstätten besondere Bedeutung.
Freie Bewegung vs. motorischer Fertigkeiten
Gemeinsames Merkmal dieser beiden Begriffe sind die motorischen Fähigkeiten, also alle Funktionen, die Bewegung ermöglichen. Freie motorische Fähigkeiten geben Babys die Möglichkeit, nach Belieben zu erkunden und ihre Entscheidungen selbst zu treffen (oder fast!). Gezielte motorische Fähigkeiten hingegen, wie beispielsweise bei einem Hindernisparcours, bringen eine Einschränkung mit sich: Anweisungen müssen verstanden und befolgt werden (zum Beispiel: “Der Parcours beginnt hier, und hier sind alle Hindernisse, die du überwinden musst, um ins Ziel zu gelangen”). Es versteht sich von selbst, dass sich diese beiden Arten von motorischen Fähigkeiten hervorragend ergänzen. Indem Sie sie Ihrem Baby anbieten, geben Sie ihm/ihr eine wunderbare Gelegenheit, sich zu entwickeln, räumlich-zeitliche Bezugspunkte zu erwerben und sich auf seine/ihre eigene Weise zu offenbaren.
Jedes Alter hat seinen eigenen Entwicklungspfad der motorischen Fähigkeiten.
In Kindertagesstätten werden Babys in der Regel in Altersgruppen eingeteilt. Da sie nicht alle die gleichen Bedürfnisse oder den gleichen Entdeckerdrang haben, ist es wichtig, ihnen differenzierte motorische Erfahrungen zu bieten, die den jeweiligen Phasen der psychomotorischen Entwicklung entsprechen.
Kleinkinder (unter 12 Monaten)
Von den ersten Monaten in der Kinderbetreuung bis zum selbstständigen Sitzen (oder sogar Laufenlernen) muss der Raum dem Kleinkind ausreichend Bewegungsfreiheit bieten. Es muss sich bewegen können, ohne Gefahr zu laufen, irgendwo anzustoßen, was es einschränkt. Vom Bauch auf den Rücken drehen, den Kopf heben, sich aufsetzen – all das sind wichtige Schritte, um den eigenen Körper und die Umgebung zu verstehen und die Sinne zu stimulieren. Nido Montessori ist auch besonders interessant für die Förderung der Entwicklung des Babys.
Die Ressourcen (ab 12 Monaten)
Sobald das Laufen gut entwickelt ist (egal ob schon ganz sicher oder noch etwas unsicher), eröffnen sich für diese Kleinkinder, die keine Babys mehr sind, neue Möglichkeiten. Sie können dann an erste angeleitete motorische Aktivitäten herangeführt werden, bei denen sie zum Krabbeln durch einen Tunnel, Rutschen auf einer Rutsche usw. animiert werden – alles Gelegenheiten, die Koordination ihrer Arme und Beine zu trainieren.
Die älteren (etwa 24 Monate)
Dieses Alter ist für Kleinkinder eine intensive Phase. Zwischen dem starken Wunsch nach Unabhängigkeit, dem Töpfchentraining und anderen Freuden und dem großen Sprung in den Kindergarten wenige Monate später kommt keine Langeweile auf! Deshalb können Sie motorische Aktivitäten anbieten, die sich allmählich steigern. Auch soziale Interaktion ist in dieser Zeit besonders wichtig. In einen Motorikparcours lassen sich Spiel und Kooperation integrieren: Hand in Hand mit einem Freund hüpfen, den Parcours so schnell wie möglich erklimmen…
Diese Altersangaben dienen selbstverständlich nur als Richtlinie; wir wollen Babys keinesfalls kategorisieren (die Armen!). Ein erfolgreicher Kurs zur Förderung der motorischen Fähigkeiten ist vor allem einer, der sich dem jeweiligen Können des Kindes anpasst und es ihm ermöglicht, sein volles Potenzial spielerisch zu entfalten.
Ich klettere, ich krieche… auf zu einer großartigen und sicheren Expedition!
Ein gut konzipierter Kurs zur Förderung motorischer Fähigkeiten ist ein solcher, der:
- passt sich dem Alter der Kinder an durch die Einrichtung von entsprechend dimensionierten Modulen zur Förderung motorischer Fähigkeiten (– 3 Jahre alt Und über 3 Jahre) ;
- stellt eine nachzuzeichnende Zeichnung dar (in Form eines U, in Form eines L, in Form eines Halbkreises); ;
- induziert ein Startpunkt und ein Endpunkt ;
- vorschlagen eine Abfolge von motorischen Aktionen (Gehen, Springen, Krabbeln, Gleichgewicht finden…); ;
- wird durch motorische Fertigkeitsmodule gewährleistet, die den Anforderungen entsprechen NF S54-300-Standard (Sicherheit motorischer Aktivitäten).
Die Kombination dieser Kriterien ermöglicht es dem Kleinkind, alle Vorteile (Koordination der Bewegungen, Verständnis von Anweisungen usw.) zu nutzen und sich selbstbewusst zu entwickeln.
Wer behauptet, dass motorische Förderkurse in Kindergärten und im Freien nicht vereinbar seien?
Einige Länder in Nordeuropa oder jenseits des Atlantiks (beispielsweise Kanada) wissen schon lange, dass es für Kinder unerlässlich ist, Zeit im Freien zu verbringen. Natürlich sprechen wir hier nicht von einer kurzen zehnminütigen Pause, sondern von einem regelmäßigen Programm, das von Kindertagesstätten angeboten wird.
Dies ist beispielsweise der Fall bei der Kindertagesstätte Chicoutimi in Quebec, wo Kindern die Möglichkeit geboten wird, jeden Morgen im Freien zu verbringen, trotz der mitunter rauen Wetterbedingungen im Winter.
In Dänemark ist diese Art der Kinderbetreuung auch als Waldkindergarten bekannt. Durch die Arbeit mit natürlichen Elementen lässt sich Kleinkindern auf vielfältige Weise motorische Erfahrungen ermöglichen: auf einem Baumstamm balancieren, einen sanften Hang hinunterrutschen, einem Pfad aus kleinen Steinen folgen…
Ob das Wetter mild oder eher unbeständig ist, Das Spielen im Freien bietet Kleinkindern wunderbare Entwicklungsmöglichkeiten..
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